Die Restaurierung der privaten Residenz des deutschen Architekten, Ernst Ziller, in Athen befindet sich in der letzten Phase. Das Gebäude, in der Mavromichális Str. 6 stellt eine imposante architektonische Gestaltung des reifen Neoklassizismus des modernen Griechenlands dar.

Mit einer Gesamtfläche von mehr als 1.000 Quadratmetern geht es um ein Herrenhaus, das mit dem historischen Gewicht des architektonischen Erbes in der griechischen Hauptstadt beladen ist. Zudem verbindet sich der ästhetische Ansatz des neoklassizistischen Gebäudes mit dem Triptychon „Reinheit - Transparenz – Klarheit“, wie man es von Ziller gewöhnt ist.

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Es muss betont werden, dass es die einzige bis heute erhaltene Residenz eines sehr bekannten Architekten ist. Die Residenz eines Mannes, der mit seinem architektonischen Geschmack und Talent das Stadtgefüge von Athen in seiner Epoche schmückte. Im Inneren der Residenz, die vom Kulturministerium Griechenlands restauriert wurde, kann der Besucher u.a. die wunderbaren Fresken und Wandmalereien, sowie die Reliefs, die dekorativen Zonen und natürlich das Erdgeschoss, wo Ziller sein architektonisches Büro hatte, bewundern. Heute noch erkennt man die vom Ziller verwendete harmonische Verbindung aus Renaissance und Antike, die immer in Kombination mit den modernen europäischen Tendenzen steht. Die Malerdekoration der Residenz war eine Kreation des Slowenen Yuri Subic.

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In dieser Residenz wohnte Erst Ziller mit seiner Familie vom 1885 bis zum Jahre 1912. Ziller hat eine griechische Frau (Sofia Doudou) geheiratet und hat auch die griechische Staatsbürgerschaft erhalten. Danach wurde das historische Gebäude vom griechischen Bankier und Kunstsammler, Dionysos Lovérdos, gekauft, der es als sein eigenes Haus genutzt hat. Außerdem wurde ein Teil des Lovérdos-Hauses als Museum genutzt, wo er seine Sammlung byzantinischer Ikonen Ikonen beherbergte.

Im Jahre 1981 wird die Residenz des deutschen Architekten in Athen vom griechischen Kulturministerium als Kunstwerk anerkannt. Später wurde sie dem griechischen Staat geschenkt, um dem Byzantinischem Museum als zusätzlicher Raum (Außenstandort) zu dienen. Im Jahre 2011 wird eine Rehabilitationsstudie vom Kulturministerium durchgeführt. Schließlich, im Jahre 2014, beginnt ihre Restaurierung. Ab Februar 2019 soll sie als Außenstandort des Byzantinischen Museums in Athen seine Türen für die Besucher öffnen.

ArchelaosP.

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