Der Kunstfilmregisseur Theodoros (Theo) Angelopoulos (1935-2012) erzielte mit seinem Meisterstück aus der Mitte der 70er Jahre noch eine Auszeichnung. Sein Film „Die Wanderschauspieler“ („The Travelling Players“), an dem er mehrere Jahre lang arbeitete, wurde erst im Jahr 1975 vollendet. Ein Jahr zuvor ging die siebenjährige Obristendiktatur zu Ende.

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„Die Wanderschauspieler“ des griechischen Meisterregisseurs figuriert nunmehr auf einer Liste der 25 besten europäischen Filme. Ein entsprechendes Ranking veröffentlichte vor wenigen Tagen die britische Tageszeitung „The Guardian“.

Eine Truppe von Wanderschauspielern zieht zwischen 1939 und 1952 durch Griechenland und führt immer das gleiche triviale Stück «Golfo, die Schäferin» auf. In immer neuen Rückblenden und nicht chronologischer Abfolge erzählt Theo Angelopoulos vom Schicksal der Theatergruppe, die immer mehr dezimiert wird.

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Niemals verlaufen die Aufführungen ungestört, immer kommen die Wirren der Zeit dazwischen: Diktatur, italienische Invasion, Nazi-Besatzung, Widerstandskampf, Sieg der Alliierten, Bürgerkrieg.«Sensationell ist an dieser fast vierstündigen Chronik der kritische Blick auf die nationale Geschichte; ebenso bemerkenswert ist die ästhetische Strenge und Konsequenz des Erzählstils.» schrieb damals „Der Spiegel“.    (AL)

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