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Derzeit sich noch intensive Bemühungen des ganzen Staatsapparats im Gange, nicht nur zur Bekämpfung der Folgen der katastrophalen Brände von gestern, sondern auch zum Feuerlöschen.
Die Lage bleibt kritisch. Die blitzartige Ausbreitung des Brandes in Attika, an 14 Feuerstellen und an drei Fronten zugleich, sowie die wehenden Winde mit einer Stärke von bis zu neun Beaufort erschwerten äußerst den Einsatz der Luft- und Grundfeuerwehrkräfte.
Die Pressesprecherin der Feuerwehr berichtete bereits ausführlich über die zehn noch lodernde Brände bzw. über die eingesetzten Rettungs- und Löschkräfte.
Parallel dazu wird gerade ein Notfallplan umgesetzt, gemäß dem das Innenministerium und die Griechische Polizei sowie die zuständigen Ministerien für Gesundheit, Verkehr und Transport, Verteidigung, Schifffahrt und Umwelt zusammen mit der Regionalverwaltung von Attika in Koordination handeln.
Seit gestern und bis zu diesem Moment sind alle in der Attika-Region verfügbaren Abteilungen des Gesundheitsministeriums mobilisiert. Ιm Einzelnen heißt das, dass 38 Krankenwagen, 4 mobile Abteilungen und 2 Sonderabteilungen stets einsatzbereit sind. 156 Erwachsene sind bisher in Krankhäuser gebracht worden, 11 von ihnen schweben in Lebensgefahr und sind daher intubiert. Zusätzlich werden 16 Kinder behandelt, für die keine Lebensgefahr besteht.
Leider beläuft sich die Anzahl der Toten derzeit auf 50. Die Feuerwehr, in Kooperation mit der Polizei, führen das schwierige Werk der Registrierung weiter durch. Wir werden Sie stets auf dem Laufenden halten:
Darüber hinaus suchen Boote der Küstenwache und eine besondere Einheit für Unterwassermissionen intensiv an den Küsten zur Rettung von Eingesperrten, während die Anzahl der bisher Geretteten, hauptsächlich aus dem Gebiet Mati, beläuft sich auf 715. Insgesamt wurden alle 12 Boote der Küstenwache sowie30 private Boote eingesetzt und haben Untersuchungs- und Rettungsversuche unterstützt
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Zudem hat die Küstenwache, in Kooperation mit der Regionalverwaltung von Attika und dem Infrastrukturministerium, für die Beförderung und Übernachtung aller Geretteten gesorgt.
Bei diesen Einsätzen hat auch die griechische Marine beigetragen, indem sie eine Fregatte, zwei Landungsboote, drei Hubschrauber und drei Boote asymmetrischer Kriegsführung zur Verfügung stellte.
Außerdem nahmen Spezialkräfte des Heeres mit 19 Booten, Landstreitkräfte mit Planierraupen, Feuerwehrfahrzeugen und Tanklöschfahrzeugen sowie die Luftwaffe mit Löschflugzeugen, Such- und Rettungsdienstflugzeugen an den Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise teil. Einsatzbereit sind auch die Militärkrankenhäuser der Region Attika, mit zusätzlichen Krankenhausbettenkapazitäten in Militäreinheiten in Attika. Zudem ist das Personal der Generalstäbe schließlich auch einsatzfähig im Rahmen der Umsetzung des Aktionsplans Deykalion für den Bevölkerungsschutz.
Auch in diesem Moment werden gemeinsame Polizei-, Feuerwehr- und Armeepatrouillen zur polizeilichen Überwachung der betroffenen Gebiete eingesetzt.
Zur Zeit begeben sich auch Regierungsmitglieder in die betroffenen Regionen, so dass eine Beobachtung und Einschätzung der Situation stattfinden kann.
Der stellvertretende Gesundheitsminister begibt sich ins Krankenhaus Evangelismos, wo die meisten Verletzten eingewiesen wurden. Der Verkehrsminister Christos Spirtzis, zusammen mit dem stellvertretenden Innenminister Herrn Toscas und dem Leiter der Feuerwehr, begibt sich nach Rafina, nach Mati und nach Marathon, den Regionen, bei denen im Moment das Hauptproblem in Attika liegt. Die Minister und der Leiter der Feuerwehr werden von einer Staffel von 150 Ingenieuren begleitet, die im Rathaus von Rafina mit der Materialschädenfeststellung anfangen sollen.
Der Innenminister Herr Skourletis begibt sich zusammen mit dem stellvertretenden Minister für Umwelt, Herrn Famellos und dem stellvertretenden Einsatzleiter der Feuerwehr, in die Region von Kinetta.
Nach der aktuellen Ortsbesichtigung wird eine Konferenz unter dem Regierungschef in der Villa Maximos stattfinden, an der alle zuständige Minister und der Leiter der Feuerwehr teilnehmen werden, um die Lage zu bewerten und weitere Initiativen zur Bekämpfung der Krise einzugreifen.
Vor kurzer Zeit hatte der Regierungschef ein Telefongespräch mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Herrn Jean Claude Juncker. In ihrem Gespräch hat Herr Juncker die Solidarität der Europäischen Kommission für Griechenland bekundet und die Absicht der Kommission betont, alle notwendige Mittel zur Verfügung zu stellen, damit der Brandnotfall bekämpft wird. Gleichzeitig hat der griechische Regierungschef den Kommissionsvorsitzenden über den Sachstand der Einsätze informiert.
Der Regierungschef führte bereits Gespräche mit dem Präsidenten der Republik Zypern Herrn Anastasiadis und dem Premierminister Bulgariens Herrn Borissov. Erwartet werden auch noch ein Gespräch mit dem Präsidenten der Türkei, Herrn Erdogan und mit dem Präsidenten Frankreichs, Herrn Macron.

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