Die gemeinsame Veranstaltung unter dem Titel „Desinformation und das Prespa Abkommen“ (Video hier) wurde vom Ministerium für Digitales, Telekommunikation und Medien der Hellenischen Republik und vom Ministerium für Informationsgesellschaft und Verwaltung der Republik von Nordmazedonien am 29.03.2019 organisiert, einige Tage vor dem offiziellen Besuch von Premierminister Alexis Tsipras in der Republik Nordmazedonien am 02. April 2019.

Die griechische Regierung wurde vom Minister für Digitales, Telekommunikation und Medien, Nikos Pappas, vom Staatsminister und Regierungssprecher, Dimitris Tzanakopoulos, und vom Staatsminister für Digitales, Telekommunikation und Medien, Lefteris Kretsos, vertreten. Die Regierung der Republik von Nordmazedonien wird vom Minister für Informationsgesellschaft und Verwaltung, Damjan Manchevski, und vom zuständigen Minister für Telekommunikation, Rechenschaftspflicht und Transparenz, Robert Popovski vertreten. An der Veranstaltung nahmen auch Journalisten aus beiden Ländern teil, welche das Phänomen der falschen Nachrichten (fake news) im Zusammenhang mit dem Prespa-Abkommen analysierten und die Möglichkeiten einer Bekämpfung des Phänomens erörterten.

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Der Minister für Digitales Nikos Pappas eröffnete die Veranstaltung, in dem er die Vertreter der Regierung der Republik von Nordmazedonien als Nachbarn, als Freunde, als „Leute mit denen wir friedlich zusammenleben, harmonisch zusammenarbeiten, erfolgreich die Zukunft unserer Länder und Völker gestalten können“ willkommen hieß. Er bezeichnete das Prespa-Abkommen als eine für beide Seiten vorteilhafte Beilegung eines langjährigen Streits, welche einen Schlussstrich zum Irredentismus zieht. Er betonte, dass nur diejenigen, die Vorteile von der Spaltung wünschten, Gründe dafür haben, das von den Premierministern Tsipras und Zaev zusammen mit Kotzias, Dimitrov und Katrougalos erzielte Ergebnis in Frage zu stellen.

In seinem Grußwort sagte der griechische Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos, dass das Prespa Abkommen ein Beispiel für die friedliche Beilegung von internationalen Streitigkeiten ist, in dem es die Grundlage für Stabilität und Zusammenarbeit setzt und ein Wahrzeichen in der Geschichte der diplomatischen Beziehungen Griechenlands darstellt. Er unterstrich auch, dass die Ergebnisse des Abkommens schon sichtbar sind, da, während des künftigen offiziellen Besuchs des Premierministers Tsipras in der Republik von Nordmazedonien, eine ganze Reihe von bilateralen politischen und wirtschaftlichen Vereinbarungen unterschrieben werden können. In Bezug auf die „fake news“, die in Zusammenhang mit dem Abkommen stehen, sagte er, dass die Desinformation sich auf Klischeevorstellungen und auf irredentistische Ideen basiert, und dass Nationalismus beide Seiten nur geschadet hat.  

In seiner Ansprache der Staatsminister für Digitales, Telekommunikation und Medien Griechenlands, Lefteris Kretsos, erwähnte, dass wir das Wort „fake news“ neulich in unser Vokabular aufgenommen haben. Es handelt sich hierbei nicht um einen neuen Begriff, da die Desinformation schon immer existiert hat. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie nicht so weitgehend verbreitet war. Er führte dieses Phänomen nicht nur auf die Möglichkeiten der digitalen Technologie sondern auch auf die Toleranz der Institutionen und der Gesellschaft zurück. Er notierte, dass „heutzutage jeder von uns ein Medium ist, weil wir Nachrichten und News leicht nicht nur erhalten sondern auch übermitteln“. Er sprach auch über die Rolle des Staates bei der „Schaffung eines gemeinsamen europäischen Referenzrahmens zur Förderung von Forschung und Entwicklung in den Bereichen ‘Maschinelles Lernen’ und ‘Künstliche Intelligenz’“, bei der Verbesserung der Gesetze über Transparenz und Rechenschaftspflicht für Nachrichtenportals und politischen Institutionen, die digitale Inhalte teilen, und bei der Förderung von hohen Standards und von einem Verhaltenskodex für Medienakteure.

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In seiner Ansprache, der Minister für Informationsgesellschaft und Verwaltung der Republik von Nordmazedonien, Damjan Manchevski, freute sich über das Ergebnis des Abkommens, welches die beiden Länder dabei geholfen hat, ein historisches Hindernis zu beseitigen. Minister Manchevski sprach auch über den jüngsten Besuch vom Minister Pappas in der Republik von Nordmazedonien und die Vereinbarungen über die Verringerung von internationalen Roamingabgaben, als ein Teil der guten, freundlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Dennoch erwähnte er, dass Desinformation in seinem Land absichtlich verbreitet wurde. Das ist durch Leute geschehen, die bekannt in der Öffentlichkeit sind, darunter Journalisten, welche die Bürger von der Stimmabgabe im Referendum vom 30. September 2018 abhalten wollten. Aber, ungeachtet dieser Aktionen, wie er gesagt hat, „die Wahrheit gewinnt immer“.

Der zuständige Minister für Telekommunikation, Rechenschaftspflicht und Transparenz der Republik von Nordmazedonien, Robert Popovski, sprach sowohl über die nunmehr gute Freundschaft zwischen den beiden Völkern, als auch über seine Sorge um die Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit an den offiziellen Institutionen. Er betonte, dass „Desinformation auf nationaler Ebene demokratische Prozesse untergräbt“ und dass „die Wahrheit, die Freundschaft und die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern vertiefen wird“.

Journalisten aus der Hellenischen Republik und der Republik von Nordmazedonien haben die Regierungen dazu aufgerufen, die Sache ernst zu nehmen und nach Wegen zur Verhinderung der Verbreitung von „fake news“ zu suchen.

 

Fotos: www.mindigital.gr, Pexels

 

Weitere Informationen:

- GR_Aktuell: Griechisches Parlament hat für den Kompromissvertrag mit FYROM gestimmt

- GR_Aktuell: Minister für Digitale Politik, Nikos Pappas: Wir sind zuversichtlich, dass das Abkommen (mit FYROM) erfolgreich sein wird

 - GR_Aktuell: Verkündung einer Einigung im Namensstreit zwischen Griechenland und FYROM

 

AC

 

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