Nikos Skalkottas wurde am 21. März 1904 auf Euböa geboren und wuchs in musikbegeistertem Milieu heran. Die Familie zog nach Athen, und der Fünfjährige begann mit dem Geigenspiel. Bereits mit zehn Jahren studierte er am Athener Konservatorium. Ein Stipendium brachte ihn nach Berlin in die Meisterklasse von Willy Hess. Er erwarb sich einen Ruf als hervorragender Virtuose und hochsensibler Kammermusiker. 1923 entdeckte er recht plötzlich seine Leidenschaft fürs Komponieren.

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Nikos Skalkottas war einer der originellsten Schönberg-Schüler aus dessen Meisterklasse an der Berliner Akademie der Künste zwischen 1925 und 1933. Nach dem Abschluss seiner Studien im Jahr 1933 kehrte er nach Athen zurück, wo er sehr früh, im Jahr 1949, starb. Er entwickelte einen ausgeprägten Personalstil, der erkennbar bleibt unabhängig davon, ob Skalkottas später zwölftönig, folkloristisch oder neoklassizistisch komponierte – was er gleichzeitig zu tun in der Lage war.       

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Nun dank einer Initiative der „Chourmouzios-Papaioannou-Stiftung“, die über das Erbe des Komponisten verfügt, wurde das Skalkottas-Archiv der Musikbibliothek „Lilian Voudouri“ des Athener Konzerthauses „Megaron Moussikis“ komplett übergeben. Es enthält wertvolle handschriftliche Partituren, Erstausgaben, Publikationen und andere Archivalien und es steht den interessierten Forschern offen.                 

Nächstes Jahr werden mehrere Veranstaltungen zum 70. Todesjahr des wohl bedeutenden griechischen Komponisten des vorigen Jahrhunderts geplant.         (AL)

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