Der griechische Maler Alekos Fassianos wurde 1935 in Athen geboren. Er studierte Violine am Athener Konservatorium und Malerei an der Athener Schule der Bildenden Künste (1956-1960) im Atelier von Yannis Moralis. Er studierte antike griechische Vasenmalerei und byzantinische Ikonographie. Mit einem Stipendium der französischen Regierung (1962-1964) besuchte er Lithographiekurse an der École des beaux-arts in Paris bei Clairin und Dayez.
Die Besonderheiten seiner Kunst prägten sich nach und nach während seines Aufenthalts in Paris heraus, wo er sich unter anderem mit den modernen Strömungen der 1960er Jahre vertraut machen konnte. Im Gegensatz zu anderen griechischen Künstlern seiner Generation orientierte er sich jedoch nicht offensichtlich an den europäischen Avantgarde-Strömungen seiner Zeit. Er blieb der figurativen Malerei und seiner griechischen Herkunft treu und behielt bis zum Ende seinen Respekt für einige Lehren der Generation der 30er Jahre, seine Liebe zur griechischen Kunst (antike, byzantinische, volkstümliche) und seine starke Bindung an die gelebte Erfahrung Griechenlands.
Die antike griechische Vasenmalerei, die byzantinische und volkstümliche Tradition, die Malerei des Theophilos sowie Formen der modernen Kunst bilden den Hintergrund von Fassianos künstlerischem Schaffen. Seine Motive werden von der menschlichen Figur dominiert, die zunächst mit bewusster Schlichtheit wiedergegeben wird, sich aber im Laufe der Zeit weiterentwickelt und eine dominante Präsenz im Raum erlangt. Es ist stilisiert, mit einfachen und klaren Konturen, in flachen Kompositionen mit minimalen Schattierungen. Oft breitet sich die Farbe intensiv und gleichmäßig über die gesamte Fläche der Figur aus, was dem Bild eine beeindruckende Monumentalität verleiht, die eher poetisch und nicht realistisch wirkt.
Der charakteristische Stil von Fassianos entstand in den frühen 60er Jahren. Drei Hauptthemen blieben während seiner Karriere unverändert: Mensch, Natur, Umwelt. Das Studium der griechischen Kultur und seine Beschäftigung mit Grafik und Kupferstich beeinflussten sein malerisches Schaffen.
Die Motive, die gelegentlich in seiner Malerei auftauchen, sowohl die rein anthropozentrischen (Radfahrer, Raucher, verliebte Paare etc.) als auch die Motive, die Gegenstände oder Räume beschreiben, stammen im Prinzip aus einem vertrauten Alltag, der jedoch gerade dann eine mythische Dimension annimmt, insbesondere wenn es auch direkte Bezüge zu Figuren der griechischen Mythologie gibt. Der berühmte griechische Maler malte neben seinen Figuren oft den Drachen als unbestreitbares griechisches Element, das den Flug der Seele zum Göttlichen und überhaupt zur Freiheit symbolisiert. Alekos Fasianos starb am 16. Januar 2022 im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Athen.
Anlässlich des Rosenmontags, am 18. März 2024 präsentiert Graktuell.gr Gemälde von Alekos Fasianos mit Drachen.

Quellen, Fotos:

Alekos Fassianos Museum

Nationalgalerie

Συλλογή έργων σύγχρονης τέχνης Ευρωπαϊκό Κοινοβούλιο

Contemporary greek art institute

https://www.lifo.gr/culture/eikastika/alekos-fasianos-1935-2022-ayti-einai-i-tehni-moy

http://www.nikias.gr/

(PS)