Lefteris Kretsos, der neue Staatssekretär für Digitale Politik, gab der Zeitung „Nea selída“ ein Interview. Wir veröffentlichen wichtige Teile aus dem Interview: 

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Die audiovisuelle Branche steht im Mittelpunkt Ihrer Kompetenzen. Sie behaupten des Öfteren, dass gerade diese Branche große Vorteile für Griechenland verspricht.

Die audiovisuelle Branche ist diejenige Branche, welche sich international sehr schnell entwickelt. Eine Branche, welche viel Profit bringen kann und in welcher neue Technologien integriert werden können. Etwa 150 Berufsrichtungen werden vertreten. Vor allem die audiovisuelle Branche bietet berufliche Chancen für junge Leute aber auch für Frauen.

Welchen Einfluss üben die technologische Entwicklung und der gesetzliche Rahmen auf die audiovisuelle Industrie aus? 

Das Internet ist nunmehr das Hauptmittel der Verbreitung der audiovisuellen Inhalte. Es wird ein qualitativer gesetzlicher Rahmen verlangt, gerade deshalb, weil das Internet die ganze Erde umspannt. Sie wissen ja, dass innerhalb der EU erforderlich ist, Teil der Sendungen, die im Kino, im Fernsehen oder im Internet ausgestrahlt werden, dass sie auch in der EU produziert werden. Griechenland mithilfe des Generalsekretariats für Information und Kommunikation bemühte sich sehr um diesen gesetzlichen Rahmen. Europa ist nicht mehr nur der Konsument amerikanischer Produktionen, sondern es wird zu einem Produzenten und Knotenpunkt für Investitionen. Griechenland kann Produktionen fördern und auch ausländische Investitionen locken. Es ist unsere höchste Priorität, dies nunmehr umzusetzen.

Ist Griechenland bereit? Kann das Land große Produktionen unterstützen? Vor wenigen Monaten gab es gewisse Schwierigkeiten für BBC.

Dies war nur ein unglücklicher Moment. Die Schwierigkeiten wurden wenig später beseitigt und wir können ja stolz darauf sein, dass die Sendung von BBC, welche in eine Reihe von Ländern ausgestrahlt wird, die griechische Kultur und die schöne Natur dieses Landes zeigen wird. Wir planen eine engere Zusammenarbeit mit dem griechischen Kultusministerium, welches zuständig ist, was die Lizenzen in archäologischen Stätten anbelangt. Griechenland ist nunmehr unter denjenigen Ländern, welche gewisse finanziellen Vorteile versprechen und große Produzenten durchaus interessieren. Wir können sicher sein, dass in Griechenland, wenn vor allem die Bürokratie vereinfacht wird, auch große Produktionen in die Wege geleitet werden. Wie in anderen Ländern, so auch in Griechenland, Direktinvestitionen, welche aus einem griechischen oder einem ausländischen Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem griechischen, zustande kommen, geben dem Investor die Möglichkeit, 25% seiner Investition zurück zu verlangen. In Kürze wird auch der Prozentsatz von 25% auf 35% erhöht werden. Bis heute wurden schon 15 Anträge gestellt von welchen die 6 bereits bewilligt wurden. Die übrigen 9 werden noch untersucht. Die audiovisuelle Industrie kann und muss zu einem wirtschaftlichen Entwicklungsfaktor im heutigen Griechenland werden, welches die Zeit der Spar- und Reformprogramme hinter sich gelassen hat.    

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