Nikos Skalkottas ist der bedeutendste Vertreter der frühen Neuen Musik in Griechenland. Skalkottas’ Werk wird allmählich neu entdeckt. Er erneuerte die griechische Kunstmusik und schuf ein umfangreiches Œuvre von großer stilistischer Vielfalt. Der Schüler Arnold Schönbergs komponierte von tonal, über bitonal bis atonal und entwickelte eine eigene Zwölftontechnik.

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Als Violinstudent war er 1921 aufgrund eines Stipendiums aus Athen nach Berlin gekommen, wo er sich bald dem Komponieren zuwandte. Zunächst lernte er von Kurt Weill und Philipp Jarnach, ab 1927 gehörte er dann der Meisterklasse von Arnold Schönberg an. Während der Berliner Zeit entstanden Skalkottas’ wichtige Kompositionen: eine Violinsonate, eine Klaviersonatine, das erste Klavierkonzert sowie ein Oktett.

Nach 1933, als sein Lehrer Deutschland verlassen hat, wollte Skalkottas nicht länger in Berlin leben und ging nach Griechenland zurück. Dort wurde er eher mit Neid und Missgunst konfrontiert, das Publikum hatte kaum Verständnis auf seine neue musikalische Sprache und auf seine Werke, die nur sporadisch und erfolglos aufgeführt wurden.

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Skalkottas sah sich gezwungen, seinen Lebensunterhalt als Geiger im Orchester zu verdienen. Er führte ein Leben im Verborgenen und schuf ein umfangreiches Werk, welches sich stilistisch keiner musikalischen Richtung des 20. Jahrhunderts zuordnen lässt. Als er 1949, erst 45 Jahre alt, völlig vereinsamt in Athen starb, fand man in seiner Wohnung mehrere unveröffentlichte Werke.

Als Skalkottas in Athen starb, herrschte in Griechenland ein folkloristisch geprägtes kulturelles Klima. Das damalige Konzertpublikum hatte keinerlei Verständnis für die neue avantgardistische, befremdende Musiksprache eines Komponisten, der die Zwölftonmusik als neue Ausdrucksmöglichkeit sah. Nach seinem Tode wurden im Nachlass die 36 Griechischen Tänze (begonnen bereits 1933 und abgeschlossen im Todesjahr) entdeckt, ein Werk, das heute zu den weltbekanntesten zählt und wo er Geist und Klang der Folklore in unnachahmlicher Weise sublimiert und erhöht hat.   

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