Seit Mittwochabend befindet sich der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, in Griechenland, in der Hauptstadt des Landes. Bis Freitag stattet er einen Besuch im Land am Mittelmeer ab. Er traf sich mit seinem griechischen Amtskollegen, Prokópis Pavlópoulos, dem Ministerpräsidenten des Landes, Alexis Tsipras, sowie mit dem Oppositionsführer des Landes, Kyriákos Mitsotákis.

Der griechische Staatspräsident, Prokópis Pavlópoulos, begrüßte den hochrangigen Gast aus Deutschland und betonte, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervorragend sind. Zudem erwähnte er gegenüber seinem deutschen Amtskollegen das Thema der Namensfrage mit der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM). Später wurde in Anwesenheit von Steinmeier und Pavlopoulos ein Vertrag über die Gründung eines Jugendwerks zwischen den beiden Ländern unterzeichnet. Von der deutschen Seite wurde er von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey und von der griechischen Seite vom Generalsekretär für die junge Generation und das Lebenslange Lernen, Pafsanias Papageorgiou, unterzeichnet.

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Am Donnersteg hat sich Frank-Walter Steinmeier auch mit dem griechischen Premierminister, Alexis Tsipras, getroffen. Der Ministerpräsident Griechenlands hat seinen Glauben zum Ausdruck gebracht, dass der Besuch des deutschen Bundespräsidenten eine Gelegenheit für einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern sein wird. Tsipras betonte zudem, dass es notwendig ist, nach acht Jahren der Wirtschaftskrise in Griechenland, die Memoranden und Stereotypen von beiden Seiten zu verlassen, weil sie die bilateralen Beziehungen stark beinträchtigen. Nach seiner Auffassung muss man sich auf eine Zukunft gleichberechtigter Kooperation einstellen. Zur gleichen Zeit, unterstrich auch Alexis Tsipras, dass man die Unterschiede aus der Vergangenheit zwischen den beiden Ländern nicht „unter dem Teppich“ verstecken sollte. Sie sollten auf der Basis des Völkerrechts gelöst werden.

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Der deutsche Bundespräsident entschuldigte sich für die Gräueltaten des Nationalsozialismus in Griechenland und sagte, man wolle weder die Vergangenheit vergessen, noch die moralische Schuld dieser Gräueltaten übersehen. Er stimmte mit Alexis Tsipras überein, der in seiner Begrüßungsrede von einem Neuanfang in den griechisch-deutschen Beziehungen sprach. Frank-Walter Steinmeier betonte, dass man ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen schreiben kann.

Archelaos P.

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