koexistenz2Mit einer gemeinsamen Erklärung und dem Beschluss, eine Internationale Beobachtungsstelle mit Sitz in Athen zu errichten, ging gestern die zweitägige „Internationale Konferenz für den Religiösen und Kulturellen Pluralismus und die Friedliche Koexistenz im Nahen Osten“ zu Ende. Geistliche aus allen Staaten des Nahen Ostens, Oberhäupter der Orthodoxen Kirchen im Nahen Osten, der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I., Vertreter des Vatikans und der Koptischen Kirche, sowie die Außenminister von Griechenland, Zypern, Ägypten, den Niederlanden und dem Irak und die US-Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten, Victoria Nuland, sind auf Initiative des griechischen Außenministers, Nikos Kotzias, zusammengekommen, mit dem Ziel, die Versuche der internationalen Gemeinschaft für den Schutz der christlichen Bevölkerungen im Nahen Osten und der kulturellen und religiösen Vielfältigkeit zu koordinieren.

„Das eventuelle Verschwinden der religiösen und kulturellen Minderheiten im Nahen Osten würde die Zerstörung der Tradition, der Geschichte, der kulturellen und religiösen Vielfältigkeit bedeuten, deren Errungenschaften die großen Weltreligionen beeinflusst haben“, so der Außenminister, Herr Kotzias, bei der gestrigen Pressekonferenz im Pressezentrum, das vom Generalsekretariat für Information und Kommunikation veranstaltet wurde und von zahlreichen Vertretern griechischer und internationaler Medien besucht wurde. Der Außenminister unterstrich, dass eine politische Lösung des Syrien-Konfliktes unabdingbar sei, sowie dass die internationale Gemeinschaft im Kampf gegen den Extremismus und den Terrorismus nicht zögern solle. Die Beobachtungsstelle, die in Athen errichtet wird, soll die Entwicklungen im Nahen Osten was die Menschenrechtslage betrifft beobachten.

„Die Religion und die Kultur sind Brücken für die Kommunikation und das Verständnis zwischen den Völkern“ betonte der griechische Premier, Alexis Tsipras, am ersten Tag der Konferenz beim Abendessen zu Ehren der Teilnehmer im Akropolis-Museum. Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Griechen in dieser schwierigen Wirtschaftslage sich verpflichtet fühlten, die Flüchtlinge zu betreuen, was mit ihrer Überzeugung zu tun habe, dass die Religion und die Kultur als Brückenbauer dienten.

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