Die reiche Geschichte Griechenlands spiegelt sich unter anderem in den zahlreichen historischen Gebäuden im ganzen Land wider. Die Bauweise reicht von der osmanischen und venezianischen Architektur bis hin zum typischen neoklassizistischen Stil. Viele dieser Gebäude, die zunächst als Wohnungen dienten, sind im Laufe der Jahre in Museen, Verwaltungsgebäude und Kulturzentren verwandelt worden.
 

Am Westende der thessalischen Ebene in Zentralgriechenland liegt die Stadt Trikala, wo „der Erste Mediziner der Antike“, Asklepios, geboren sein soll. Der Ort gilt als ideales Sprungbrett für Ausflüge zu den atemberaubenden Felsenklöstern von Meteora, sowie zu den malerischen Bergdörfern von Pindos Gebirge. Die Stadt stand in der Vergangenheit nacheinander unter venezianischer, serbischer und türkischer Herrschaft und sie weist eine interessante Architektur aus. 

 
Ein echtes Schmuckstück der Stadt ist das Gebäude des Zentralbahnhofs am Ende der Hauptstraße Asklepiou. Es wurde 1886 vom Bauunternehmen von Theodoros Mavrokordatos – der ebenso den Aufbau des damaligen Eisenbahnnetzes der Gegend durchgeführt hat – unter der Aufsicht des Mechanikers Evaristo de Chirico errichtet. Das Hauptgebäude und einige Nebengebäude wurden 1997 zu geschützten Denkmälern erklärt, denn sie sind wunderschöne Beispiele der Architektur des 19. Jahrhunderts und sie stellen gleichzeitig ein Bezugspunkt für die Bewohner der Stadt dar, eng verbunden mit historischen Erinnerungen. Das Gebäude wurde neu restauriert. Gegenüber dem Bahnhof wird die legendäre Bahn „Karvouniaris“ ausgestellt. 
 
Auf der nordwestlichen Seite der Stadt befindet sich der Park des Gebäudekomplexes von der „Matsopoulos Mühle“. Der über 3.500 Quadratmeter große Gebäudekomplex zusammen mit der umgebenden Fläche ist eines der wichtigsten Denkmäler der Industriekultur in Griechenland. Es wurde 1884 neben dem Agiamoniotis Fluss von den Brüdern Agathokli errichtet. Sie ist die älteste Trommelmühle Griechenlands und die größte auf dem Balkan. Das dreistöckige Gebäude zeichnet sich nicht nur durch seine Größe aber auch durch seine beeindruckende Innenausstattung aus Holz aus. Seit 1977 gehört die Mühle der Gemeinde von Trikala. Nach ihrer Wiederherstellung dient sie heute als Kulturzentrum. 
 
camiEine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Kursum – Moschee. Sie wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts vom bekannten Architekten Sinan Pascha erbaut, der griechischer Herkunft war. Sie ist ein typisches Beispiel osmanischer Architektur und zeichnet sich durch ihre herrliche halbkugelförmige Kuppel aus. Das Gebäude ist mit Quadersteinen konstruiert und besitzt eine perfekte Akustik. Im Süden der Moschee befindet sich das Mausoleum von Osman Shah, ein achteckiges Gebäude mit einer Kuppel. 1993 wurde die Moschee saniert und zu einem von UNESCO geschützten Denkmal erklärt. Heute dient es als Kulturzentrum und Ausstellungsort. (Art.S)