Mit einer für das Land strategisch bedeutsamen Entscheidung hat der Ministerrat den Fünfjahres-Aktionsplan „Greece On Screen“ des Kulturministeriums und des Griechischen Zentrums für Film, audiovisuelle Medien und Kreativwirtschaft (EKKOMED) zur Entwicklung der audiovisuellen Kreativwirtschaft genehmigt. Das Gesamtvolumen des Plans beläuft sich für den Zeitraum 2026–2030 auf 750 Millionen Euro.

Wie das Kulturministerium mitteilte, stellt der vom EKKOMED umgesetzte Plan einen umfassenden und kohärenten politischen Rahmen dar, der das gesamte Ökosystem der kreativen Produktion abdeckt – vom Film und Fernsehen über Animation und digitale Spiele bis hin zu Musikfestivals.

Gleichzeitig wurde der Gesetzentwurf zur Gründung der Schule für Filmtechnik und audiovisuelle Kreation (Niveau 5) verabschiedet. Die Schule soll die entscheidende Lücke in der Aus- und Weiterbildung spezialisierter Fachkräfte schließen und die Entwicklungsdynamik des Sektors der audiovisuellen Kreativwirtschaft in den kommenden Jahren unterstützen.

Kulturministerin Lina Mendoni erklärte: „Mit dem Fünfjahres-Aktionsplan ‚Greece On Screen‘ schreitet die Regierung – mit der maßgeblichen Unterstützung von Premierminister Kyriakos Mitsotakis – erstmals zur Ausarbeitung eines kohärenten, langfristig angelegten und vollständig finanzierten nationalen Plans für den gesamten Bereich der audiovisuellen Kreativwirtschaft. Es handelt sich um eine bewusste strategische Entscheidung: Wir investieren in die Kultur als Motor für Entwicklung, sozialen Zusammenhalt und die internationale Präsenz des Landes. Mit Gesamtmitteln in Höhe von 750 Millionen Euro für den Zeitraum 2026–2030 schaffen wir ein stabiles, verlässliches und wettbewerbsfähiges Umfeld für Film, Fernsehen, Animation, digitale Spiele und sämtliche Bereiche der modernen Kreativwirtschaft.
Wir unterstützen griechische Kreative ganz konkret, stärken die Unternehmen der Branche, ziehen internationale Produktionen und Investitionen an und schaffen dadurch neue, qualifizierte Arbeitsplätze. Bereits heute belegen verlässliche Studien, dass eine öffentliche Investition von 1 Euro in die audiovisuelle Kreativwirtschaft einen Ertrag von 4,20 Euro für die Realwirtschaft generiert.
Gleichzeitig schließen wir mit der Gründung der neuen Schule für Filmtechnik und audiovisuelle Kreation eine seit Langem bestehende Lücke in der spezialisierten Ausbildung und investieren in das Fachpersonal, das die Zukunft des griechischen audiovisuellen Sektors prägen wird. Griechenland verfügt über das Talent, das Know-how und die kreative Dynamik, um international eine führende Rolle einzunehmen.
Wir verfolgen die Entwicklungen nicht nur – wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass unser Land eine führende Rolle in der internationalen Kreativwirtschaft übernimmt. Kultur bedeutet Entwicklung.“

Der Geschäftsführer des Griechischen Zentrums für Film, audiovisuelle Medien und Kreativwirtschaft (EKKOMED), Leonidas Christopoulos, erklärte:
„Die Genehmigung des Fünfjahres-Aktionsplans ‚Greece on Screen‘ durch den Ministerrat markiert einen entscheidenden Meilenstein für die audiovisuelle Kreativwirtschaft in Griechenland. Zum ersten Mal begegnet der griechische Staat der Film- und audiovisuellen Industrie in einer derart systematischen und ganzheitlichen Weise – sowohl als kulturellem als auch als wirtschaftlichem Entwicklungspfeiler.
Innerhalb von nur 20 Monaten ist es dem EKKOMED in enger und hervorragender Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium gelungen, wichtige Reformen umzusetzen, die verfügbaren Mittel erheblich aufzustocken und einen stabilen sowie verlässlichen politischen Rahmen mit mittelfristiger Perspektive zu schaffen.
Dieses Ergebnis ist das Produkt koordinierter Anstrengungen und gemeinsamer Zusammenarbeit. Wir danken dem Kulturministerium sowie dem Ministerium für Nationale Wirtschaft und Finanzen herzlich für die Unterstützung und die enge Zusammenarbeit während des gesamten Zeitraums.“

Der Aktionsplan „Greece On Screen“ zielt darauf ab, die finanziellen Anreize mittelfristig zu stabilisieren und zu stärken. Zugleich soll er erhebliche zusätzliche Investitionen in die griechische Wirtschaft mobilisieren, die Beschäftigung fördern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes verbessern und Kultur sowie Kreativität als zentrale Säule nachhaltiger Entwicklung stärken. Es handelt sich um das bislang größte Förderprogramm für die audiovisuelle Kreativwirtschaft, das jemals in Griechenland konzipiert wurde.

Ressourcenverteilung

Wie aus derselben Mitteilung hervorgeht, schafft die Verteilung der Mittel einen starken und mehrschichtigen Finanzierungsrahmen. Die Mittel werden unter anderem für Investitionsprogramme bereitgestellt, die auf die Förderung inländischer Film- und audiovisueller Produktionen sowie auf die Anziehung internationaler Produktionen in den Bereichen Film, Fernsehen und Animation abzielen.

Darüber hinaus sind Fördermittel für audiovisuelle digitale Spiele (Digital Game Development) und Musikfestivals unter Einsatz audiovisueller Technologien vorgesehen, ebenso für Maßnahmen zur internationalen Vernetzung und Kulturdiplomatie im audiovisuellen Bereich, für die Gründung und den Betrieb der Schule für Filmtechnik und audiovisuelle Medien, für Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen sowie für die Förderung technologischer Innovationen im audiovisuellen Sektor.

Zentrale Maßnahmen

Laut Mitteilung des Kulturministeriums werden im Rahmen des Aktionsplans wegweisende Initiativen umgesetzt, die die Struktur und Nachhaltigkeit des Sektors stärken:
• die Gründung der Schule für Filmtechnik und audiovisuelle Medien auf dem Gelände von Finos Film, dessen Enteignung oder Erwerb derzeit vom Kulturministerium vorangetrieben wird,
• die Stärkung des Filmmarkts von Thessaloniki International Film Festival als internationalem Knotenpunkt sowie zugleich die Stärkung Athens durch gezielte institutionelle Maßnahmen,
• die Entwicklung eines Innovationszentrums für Video-Game-Entwicklung, das als Forschungs- und Unternehmenshub fungieren soll,
• die Nutzung des Kokovikos-Hauses in Plaka als Ort des audiovisuellen Kulturerbes,
• das Programm „Autismus und Kreativität“, das den Zugang zur Kultur und die kulturelle Teilhabe fördert.

Der Aktionsplan stellt eine umfassende nationale Strategie dar, die in Produktion, Wissen, Innovation und Menschen investiert.

Quelle, Fotos: amna.gr