Die Förderung des Bergtourismus stand im Mittelpunkt einer kürzlich vom Tourismusministerium veranstalteten Konferenz. Ministerin Olga Kefalogianni stellte dabei einen umfassenden Plan vor, mit dem die griechischen Bergregionen als zentraler Pfeiler der nationalen Tourismusstrategie etabliert werden sollen. Diese Initiative ist Teil eines umfassenderen Ansatzes für eine nachhaltige und ausgewogene Entwicklung. Ziel ist es, die Tourismussaison zu verlängern und die lokalen Gemeinschaften zu stärken.

Das neue Werbeprogramm für das gebirgige Griechenland wurde erstmals vorgestellt und zielt darauf ab, die Sichtbarkeit der Bergdestinationen zu erhöhen und ganzjährig Besucher anzuziehen. Unter dem Motto „Gebirgiges Griechenland. Es bringt dich höher. Das ganze Jahr über.“ konzentriert sich die neue Kommunikationskampagne auf das Konzept authentischer Erlebnisse und hebt Aspekte wie Gastronomie, Kultur, Natur und Outdoor-Aktivitäten hervor. Die Kampagne präsentiert das gebirgige Griechenland als Reiseziel, das nicht nur Erholung, sondern auch innere Balance und neue Energie bietet. Wie betont wird, ist es das Ziel, die Bergregionen des Landes als Orte zu positionieren, an denen Besucher dem Alltag entfliehen und wieder eine Verbindung zur Natur und zu sich selbst herstellen können. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Kampagne mit dem Anspruch vorgestellt, als Ausgangspunkt für eine Neupositionierung des gebirgigen Griechenlands auf der nationalen und internationalen Tourismuslandkarte zu dienen.
„Gebirgiges Griechenland. Es bringt dich höher. Das ganze Jahr über.“

Der stellvertretende Minister beim Premierminister, Thanasis Kontogeorgis, hob in seiner Rede die Revitalisierung der Regionen – insbesondere der Berggebiete – als einen der zentralen Treiber der Nationalen Strategie für regionale und lokale Entwicklung hervor. Diese gilt als ein zentrales nationales Ziel für ein ausgewogenes Wachstum im ganzen Land. „Der Bergtourismus ist für uns keine ‚alternative‘ Option und keine Notlösung. Zusammen mit Infrastruktur, Wohnraum, Beschäftigung und Raumplanung steht er an vorderster Front unserer Strategie für die regionale Entwicklung“, betonte er. Kontogeorgis unterstrich, dass der Bergtourismus keine isolierte Aktivität ist, sondern als Katalysator wirkt, der die gesamte lokale Wirtschaft in Bewegung setzt – von Viehhaltern und Produzenten regionaler Erzeugnisse bis hin zu neuen Unternehmern. Die qualitative Aufwertung des touristischen Angebots, die durch die systematische Arbeit der Führung des Tourismusministeriums erreicht wird, schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Gemeinden das ganze Jahr über lebendig bleiben.
Laut dem stellvertretenden Minister wird der politische Wille zur Unterstützung regionaler und bergiger Gebiete durch die Einrichtung eines Sondersekretariats für Berggebiete im Präsidium der Regierung bekräftigt. Diese neue Struktur fungiert als einheitliche institutionelle Säule und als Schnittstelle zwischen Staat und Regionen. Ziel ist die Umsetzung und Weiterentwicklung einer umfassenden nationalen Strategie, die auf zwölf Säulen basiert und den sozialen Zusammenhalt sowie die Revitalisierung der Berggemeinden sichern soll. Diese Strategie wird durch jährliche Mittel in Höhe von über einer Milliarde Euro unterstützt (über das öffentliche Investitionsprogramm, ESPA und den Europäischen Sozialen Klimafonds) und trägt dazu bei, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Infrastruktur auszubauen. „Unser Hauptanliegen ist es, das Recht derjenigen zu sichern, die sich dafür entscheiden, in Berggebieten zu bleiben, dort zu leben, zu arbeiten und sich zu entfalten – an dem Ort, an dem sie geboren wurden und den sie lieben“, betonte er.


In ihrer Rede betonte Tourismusministerin Olga Kefalogianni, dass das gebirgige Griechenland, das rund 80 % der Landesfläche ausmacht, stärker in den Vordergrund gerückt werden müsse. Wie sie hervorhob, repräsentiert es „ein anderes Griechenland“ – weniger bekannt, aber ebenso attraktiv – und ist in der Lage, Besuchern authentische Erlebnisse zu bieten. Besonderes Augenmerk galt den aktuellen Entwicklungen im globalen Tourismusmarkt, da Reisende zunehmend nach erlebnisorientiertem Reisen, Naturverbundenheit und Authentizität suchen. Vor diesem Hintergrund wird die Entwicklung des Bergtourismus als strategische Entscheidung dargestellt, die den modernen Anforderungen entspricht und die Wettbewerbsfähigkeit des griechischen Tourismusangebots stärkt.
„Diese modernen Nachfragemuster prägen eine neue Reiselandschaft, die auf der Schaffung authentischer und bereichernder Erlebnisse basiert“, erklärte die Ministerin und fügte hinzu: „In diesem Zusammenhang stellt die Entwicklung und Förderung des Bergtourismus eine große Chance für Griechenland dar. Dank seiner zerklüfteten Gebirgslandschaft – von Thrakien, Makedonien, Epirus und dem Peloponnes bis hin zu Kreta – verfügt unser Land auch in diesem Bereich über einen starken komparativen Vorteil. Jedes Bergreiseziel bietet ein facettenreiches Erlebnis mit wertvollen Ressourcen wie Landschaften und Ökosystemen von außergewöhnlicher Schönheit, jahrhundertealten Traditionen, der Herzlichkeit der Menschen, der Primärproduktion sowie einzigartigen lokalen Produkten. Unser Ziel ist es daher, dem gebirgigen Griechenland eine neue, führende Rolle zu geben – es als eigenständige und vollwertige Reiseoption zu etablieren oder als Ergänzung zu unserer starken Marke ‚Sonne und Meer‘ zu positionieren.“


Im Rahmen der Stärkung des Bergtourismus wurde ein Bündel von Maßnahmen auf institutioneller und entwicklungspolitischer Ebene vorgestellt. Dazu gehören die Ermöglichung eines ganzjährigen Betriebs von Skigebieten sowie die Entwicklung alternativer Aktivitäten über das Skifahren hinaus. Gleichzeitig werden Pläne zur Einführung eines neuen Produkts vorangetrieben, des „nachhaltigen Bergtourismusziels“, das touristische Entwicklung mit Umweltschutz verbindet.
Besondere Bedeutung wird auch der Stärkung der inländischen Tourismusnachfrage beigemessen. Wie angekündigt, bietet das Programm „Tourismus für alle 2025“ verstärkte Anreize für Urlaube in Bergregionen während der Winter- und Nebensaison; ein ähnlicher Ansatz soll im nächsten Programm für den Zeitraum 2026–2027 verfolgt werden.
Die Ministerin betonte zudem, dass Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Strategie spielen. Derzeit wird ein umfangreiches Projektprogramm mit einem Gesamtbudget von rund 90 Millionen Euro umgesetzt, das sich auf die Modernisierung der Infrastruktur in Bergregionen sowie auf die Entwicklung einer digitalen Vermarktungsplattform konzentriert.

Die Ministerin schloss ihre Ausführungen, indem sie die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorhob. Sie betonte, dass der Erfolg der Initiative von der engen Abstimmung zwischen Staat, Kommunen, Unternehmen und lokalen Gemeinschaften abhängt. Ziel sei es, ein neues, gerechteres und nachhaltigeres Modell der Tourismusentwicklung zu schaffen, das dem gesamten Land zugutekommt.

VisitGreece.gr ist das offizielle Tourismusportal Griechenlands und wird von der Griechischen Nationalen Organisation für Tourismus (GNTO) betrieben. Die Website dient als zentrale digitale Plattform zur Förderung Griechenlands als ganzjähriges Reiseziel. Sie bietet umfassende Informationen zu Reisezielen, Aktivitäten, Veranstaltungen sowie zur Reiseplanung, einschließlich Verkehr, Visa und Sicherheitshinweisen. Darüber hinaus liefert VisitGreece.gr Inspiration für Themenreisen, Routenvorschläge und besondere Erlebnisse und unterstützt internationale Besucher dabei, ihren Aufenthalt in Griechenland einfach zu planen und zu gestalten.
Quellen, Fotos: https://www.amna.gr, https://mintour.gov.gr, Greek News Agenda, Mountainous Greece: A Premier All-Season Destination)
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