Die Veranstaltung „Musikalische Brücken – Konzert“ ist ein gemeinsames Kulturprojekt der Botschaft von Griechenland in Wien, des Korea Kulturzentrums in Österreich und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Das Klavierduo Christos Marantos und Seo Yoon Jang präsentiert dabei ein vielseitiges Programm, das zeitgenössische Musik aus Griechenland und Korea mit Werken des klassischen Repertoires verbindet. Ziel des Konzerts ist es, den künstlerischen Dialog und kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern zu fördern und zu feiern. Das Konzert findet am 17. Juni um 18:30 Uhr im Haydn-Saal der mdw in Wien statt.

Griechenland Aktuell hat mit Christos Marantos und Seo Yoon Jang gesprochen und präsentiert spannende Interviews mit den beiden.

Zur Person: Christos Marantos

Christos Marantos ist Pianist, Performer und künstlerischer Forscher, der an der J.S. Bach Musikschule und der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien lehrt. Seit 2021 ist er Bösendorfer Artist und trat auf internationalen Bühnen auf, darunter im Musikverein sowie bei Festivals wie Wien Modern.
Er ist Gründer der „Santorini Masterclasses“ und leitet weltweit Workshops, unter anderem am Conservatorio UNAL in Bogotá, der Mahidol-Universität in Bangkok und dem Tokyo College of Music (TCM).
Als Forscher ist Christos Marantos ein Kernmitglied des Projekts „Trans-bodied knowledge“ an der TU Wien (2023). Seine künstlerische Promotion an der mdw mit dem Titel „Enacted_sounds>>notating affordances“ konzentriert sich auf multisensorische Partituren, die Klang und Raum verbinden. Seine Forschungsarbeit wurde im Kunstmuseum Waldviertel sowie im Österreich-Pavillon auf der Weltausstellung World Expo Osaka 2025 ausgestellt.
Angetrieben von humanitären Anliegen kuratierte er unter der Schirmherrschaft der UNESCO Österreich das Filmfestival ViennAthens, das die Schwerpunkte Migration und Klimawandel in den Fokus rückte.

Wir laden Sie ein, im Folgenden das interessante Interview mit dem Pianisten Christos Marantos zu lesen.

1) Sie haben in der Vergangenheit in der griechischen Gemeinde Wiens bedeutende Kulturveranstaltungen organisiert, wie beispielsweise die Hommage an N. Kazantzakis, die Hommage an Rigas Velestinlis und weitere Benefizkonzerte für die griechische Diaspora unter der Schirmherrschaft der Griechischen Botschaft in Wien. Welche Bedeutung hat die griechische Diaspora für einen griechischen Künstler der Diaspora, und inwieweit distanziert ihn seine berufliche Anerkennung von anderen Griechen der Diaspora oder bringt sie ihn im Gegenteil näher an sie heran? Inwieweit haben diese Veranstaltungen Ihrer Meinung nach auch Auswirkungen auf die österreichische Öffentlichkeit?


Jedes Mal, wenn ich eine Präsentation griechischer Kunst und Kultur kuratiere und organisiere, geschieht dies aus einer tiefen Überzeugung für die Materie, die Qualität und die Notwendigkeit des Inhalts – solche Kunst ist universell und richtet sich an alle Menschen. Worauf ich primär ziele, ist, gesellschaftlich einen Diskurs und einen Austausch aus einem Anliegen heraus zu schaffen. So versuche ich, neben der griechischen Botschaft oder der Metropolis, mit den österreichischen Institutionen wie dem Filmarchiv Austria, dem Musikverein, der ÖAW, der UNESCO Österreich, der Universität Wien, der mdw etc. zusammenzuarbeiten.

Es freut mich, dass es mir gelungen ist, diesen Kunstveranstaltungen einen extrovertierten Charakter zu verleihen und sowohl von der griechischen Gemeinde als auch von der österreichischen Öffentlichkeit angenommen zu werden. Um jedoch Kontinuität und Konsequenz zu gewährleisten, braucht es eine starke staatliche griechische Kulturinstitution, die zusammen mit den Griechen der Diaspora die griechische Kunst im Ausland präsentiert. Leider die griechische Gemeinde hier in Wien, hat noch immer keinen Ort, wi9e einen Veranstaltungssaal, um einen solchen Diskurs zwischen Griechenland und Österreich im Sinne der Europäischen Union aufrechtzuerhalten. Es wäre jedoch durch die Organisation der vorhandenen Möglichkeiten und Kräfte seitens einer solchen Kulturinstitution durchaus möglich, einen passenden Rahmen dafür zu schaffen.

2) Haben Sie als Pianist eine besondere Vorliebe für bestimmte Komponisten, Werke oder Epochen? Was beeinflusst Ihre Auswahl der Stücke, die Sie in Konzerten spielen oder an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) unterrichten? Welches der von Ihnen aufgeführten Musikstücke liegt Ihnen besonders am Herzen und warum?


Als Pianisten haben wir das große Glück, in jeder Epoche und von den meisten Komponisten Meisterwerke spielen zu dürfen. Neben der klassischen Musikliteratur habe ich eine Vorliebe für die zeitgenössische Musik und Kunst, weil ich es unglaublich wichtig und interessant finde, wie Kunstschaffende das Leben unserer Zeit reflektieren. Außerdem hat man als Interpret meistens die Möglichkeit, sich mit ihnen persönlich auszutauschen. Aus diesem Grund versuche ich auch, mit den Studierenden an der mdw, aber auch mit den Schülern der J.S.Bach-Musikschule an zeitgenössischer Musik zu arbeiten. Besonders heutzutage, da die künstlerischen Ausdrucksformen multimedialer werden und die künstlerische Forschung immer präsenter wird, ist es eine große Chance für jeden Musiker, diesen Überblick durch solche Kooperationen zu erhalten. In diese Richtung bewegt sich auch mein Beitrag im Projekt „trans-bodied knowledge“ an der Fakultät für Architektur der TU Wien, das als innovatives Bildungsprojekt für die Expo Japan 2025 im österreichischen Pavillon ausgewählt wurde. In diesem Projekt wird das Bewusstsein geschaffen, dass alle Sinne im Prozess des Designs wichtig sind – da versuche ich, Klänge mit Räumen zu kombinieren.

3) Gemeinsam mit der koreanischen Pianistin Seoyoon Jang bereiten Sie im Juni im Haydn-Saal der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine musikalische Veranstaltung vor, die unter der Schirmherrschaft der Griechischen Botschaft in Wien und des Koreanischen Kulturzentrums Wien stattfindet. Das Programm umfasst Werke zeitgenössischer griechischer und koreanischer Komponisten für Klavier solo sowie klassische Werke für Klavier zu vier Händen. Nach welchen Kriterien haben Sie die Werke der griechischen und koreanischen Komponisten ausgewählt, die Sie präsentieren werden? Welche Herausforderungen sehen Sie in der Zusammenarbeit und Verständigung mit Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen ethnischen und kulturellen Hintergründen?


Dieses Konzert bereitet mir schon jetzt eine große Freude, weil ich nach langer Zeit wieder vierhändig in einem Konzert spielen werde – eine Tätigkeit und Expertise, die ich 14 Jahre lang mit Harald Ossberger sehr erfolgreich ausgeübt habe, was nach seinem Tod im Jahr 2021 jedoch leider nicht mehr möglich war. Umso mehr freue ich mich, dieses Konzert mit einer so guten und seriösen Kollegin wie Seoyoon Jang zusammen zu gestalten. Einerseits findet dabei ein kultureller Austausch zwischen uns statt, andererseits haben wir viele Gemeinsamkeiten: Wir leben beide schon länger in Wien, haben an der mdw studiert und Seoyoon war Studierende in meiner Klavierklasse. Die Tatsache, dass wir dasselbe Programm auch am 17. Juli im Megaron Gyzi auf Santorini im Rahmen der von mir initiierten „Santorini Masterclasses“ präsentieren werden, gibt uns beiden die Chance, diesen kulturellen Austausch noch intensivierter zu ermöglichen. Da dieses Konzert anlässlich des 65-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Korea und der Hellenischen Republik stattfindet, wollten wir wichtige Facetten jedes Landes durch die zeitgenössische Perspektive zeigen: Das mir gewidmete Werk von Dimitris Mousouras „Ein kleiner Orthros“ wird eine Uraufführung sein und ist von den Gesängen der byzantinischen Musik inspiriert, ebenso wie „Mantinada“ von Giorgos Koumendakis die kretische Musiktradition beleuchtet. Das „Triptychon“ von Anestis Logothetis, der in Wien gewirkt und gelebt hat, habe ich beim Festival „Wien Modern“ uraufgeführt; es wurde im Jahr 1953, dem Jahr des Waffenstillstandsabkommens im Koreakrieg, komponiert.

4) Sie haben vor Kurzem die „Santorini-Seminare“ gegründet, die vom griechisch-österreichischen Kulturverein VIENNATHENS organisiert werden. Können Sie uns mehr über dieses Projekt erzählen? Worum handelt es sich bei den „Santorini-Seminaren“, was ist die Grundidee Ihres Konzepts und wie planen Sie, diese Seminarreihe zu gestalten?


Es war 2017, als ich für ein Konzert mit dem „Young Masters“-Ensemble, das ein gemeinsames Projekt der Nachwuchsförderung der mdw und der J.-S.-Bach-Musikschule ist, im Megaron Gyzi von der katholischen Diözese auf Santorini eingeladen wurde. Ich habe damals gesehen, wie sehr junge, talentierte Musiker an diesem Ort inspiriert waren.

Durch das Vertrauen der katholischen Diözese in meine Person und die Unterstützung der österreichischen Botschaft in Athen durfte ich im Sommer 2025 einen innovativen Klavierkurs konzipieren und anbieten, der mit dem Fach „Gehörbildung“ von der mdw-Kollegin Katharina Blassnigg kombiniert ist. Mein Ziel war es, ein Bildungsprojekt zu starten, das auch die Musikausbildung der Kykladen unterstützt. Unter den regulären Teilnehmern, die aus Europa kamen, habe ich es ermöglicht, dass talentierte Jugendliche aus den Kykladen den Kurs gratis oder mit einer starken Ermäßigung besuchen können. Für diese Vision habe ich österreichische Unternehmen an meiner Seite gewinnen können, die durch ihre finanzielle Unterstützung es ermöglicht haben, dass Teilnehmer aus Paros, Syros und Mykonos kommen konnten. Im Sommer 2026 werde ich durch österreichische und griechische Sponsoren Jugendliche aus Paros, Syros, Santorini und Rhodos einladen dürfen.

Neben meinem Klavierkurs mit Gehörbildung wird auch ein Kurs für Filmmusik vom mdw-Kollegen Periklis Liakakis unter der Ehrenschirmherrschaft von EKKOMED stattfinden. Im Rahmen der „Santorini Masterclasses“ dieses Jahr werden wir insgesamt drei Konzerte für das Publikum bei freiem Eintritt anbieten, die unter der Ägide der Gemeinde von Santorini im Rahmen des „Griechisch Österreichischer Musiksommer“ stattfinden werden.

5) Welche Beziehung haben Sie zu Griechenland und zur zeitgenössischen Musikszene unseres Landes? Glauben Sie, dass Künstlerinnen und Künstler in Griechenland genügend Raum und Akzeptanz finden, um innovative Ideen zu präsentieren, oder ist es notwendig, das Land zu verlassen, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln? Halten Sie das griechische Publikum für offen und interessiert gegenüber experimentellen künstlerischen Ansätzen? Und wie unterscheidet sich Ihrer Meinung nach das griechische Publikum von jenem anderer Länder, wenn es darum geht, neue und innovative künstlerische Ideen wahrzunehmen und zu schätzen?


Meine Beschäftigung mit der griechischen zeitgenössischen Kunst und Musik ist ein wichtiger Teil meiner künstlerischen Tätigkeit. Ich versuche , Werke der griechischen zeitgenössischen Musik in meinen Konzerten sowie live im Rundfunk (Ö1 oder ERT Trito) zu spielen. Bei der Hommage an Anestis Logothetis im Jahr 2021 beim Festival „Wien Modern“ und in der Alternativen Szene der Nationalen Oper in Athen habe ich drei Werke von ihm uraufgeführt und revidiert, sodass sie dann im Musikverlag Doblinger Wien erscheinen und Musikern den Zugang ermöglichen konnten. Jetzt im August 2026 werde ich das Werk „Ein kleiner Orthros“ von Dimitris Mousouras auch auf dem internationalen Kongress für Byzantinologie in Wien aufführen. In meiner künstlerischen Forschung „Enacted_Sounds>>notating affordances“ habe ich für die laufende Ausstellung mit Bildern von Makis Varlamis im Kunstmuseum Waldviertel in Österreich (2026) die Musik für einen Teil der Räume komponiert.

Zeitgenössische Kunst im Allgemeinen ist Kommunikation und Reflexion über unsere aktuellen Probleme und fördert daher die Zusammengehörigkeit der Gesellschaft und die Demokratie. Also ist seitens der Institutionen, des Staates, der Förderer und des Publikums nicht nur ihre Finanzierung wichtig, sondern auch ihre Verteidigung gegenüber Hass- und Zerstörungsaktionen.

Danach präsentieren wir Ihnen das interessante Interview mit der Pianistin Seo Yoon Jang.

Zur Person: Seo Yoon Jang

Seo Yoon Jang (geb. 1998, Südkorea) ist eine in Wien lebende Komponistin, künstlerische Produzentin und Pianistin, die an der Schnittstelle von instrumentalen, elektroakustischen und interdisziplinären Praktiken arbeitet. Sie studierte Instrumentalkomposition und elektroakustische Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Dietmar Schermann, Michael Jarrell und Karlheinz Essl. 2025 schloss sie ihr Studium der Instrumentalkomposition mit Auszeichnung ab und absolviert derzeit ein Tonmeister-Studium.Ihre Werke wurden international in Österreich, Deutschland und Südkorea an Veranstaltungsorten wie dem Wiener Konzerthaus, der Alten Schmiede Wien und dem Künstlerhaus Wien präsentiert. Im Jahr 2024 wurde sie beim KlangBildKlang-Kompositionswettbewerb ausgezeichnet, was zur Uraufführung ihres Orchesterwerks im Großen Saal des Wiener Konzerthauses führte.Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf Kooperationen zwischen Musik und Bewegung. Sie präsentierte WeSA: Under Door beim WeSA Festival und wurde 2025 für die Rosas Open Call Summer Residency ausgewählt.Sie gründete den Verein TRIangle und war dessen Präsidentin. In dieser Rolle leitete sie interdisziplinäre Projekte, die vom Koreanischen Kulturzentrum in Wien unterstützt wurden, darunter ein Großprojekt, das Anfang 2026 realisiert wurde.

1) Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit einem griechischen Pianisten in einem gemeinsamen musikalischen Projekt? Gibt es Unterschiede in musikalischer Herangehensweise oder Interpretation, die sich aus Ihren jeweiligen kulturellen Hintergründen ergeben, und wie bereichern diese das gemeinsame Musizieren?

Wir haben beide in Wien studiert und wurden in einem ähnlichen musikalischen Umfeld ausgebildet, deshalb habe ich das Gefühl, dass wir viele Gemeinsamkeiten darin haben, wie wir Musik erarbeiten und interpretieren. Dadurch verlief die Zusammenarbeit von Anfang an überraschend natürlich.

Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Ob diese wirklich aus unseren kulturellen oder nationalen Hintergründen kommen oder eher persönliche Eigenheiten sind, lässt sich ehrlich gesagt schwer klar voneinander trennen. Aber im gemeinsamen Arbeiten und in den Gesprächen merkt man schnell, welche Erfahrungen und welche Haltung zur Musik jede*r von uns mitbringt, und dadurch nimmt man auch die Unterschiede bewusster wahr.

Diese Unterschiede zeigen sich dann auch im musikalischen Ausdruck. Manchmal setzen wir bei demselben Werk unterschiedliche Schwerpunkte oder haben andere Vorstellungen von Klang und Verlauf. Gerade diesen Prozess des gegenseitigen Abstimmens finde ich aber sehr spannend. Oft entstehen dadurch musikalische Ergebnisse, die wir alleine vielleicht nicht gefunden hätten, und ich glaube, dass die Musik dadurch insgesamt reicher wird.

2) Das Konzertprogramm verbindet zeitgenössische griechische und koreanische Musik mit klassischem Repertoire für Klavier zu vier Händen. Welche Bedeutung hat es für Sie, koreanische Musik im internationalen Kontext zu präsentieren, und was möchten Sie dem europäischen Publikum damit vermitteln?

Ich glaube nicht, dass Musik koreanischer Komponist*innen nur auf etwas „Koreanisches“ oder „Östliches“ reduziert werden kann. Natürlich gibt es Werke, die stark von traditionellen Elementen oder östlichen Denkweisen geprägt sind, gleichzeitig gibt es aber auch viele Stücke, die sehr selbstverständlich mit der europäischen zeitgenössischen Musiksprache verbunden sind.

Gerade heute leben wir in einer Zeit, in der kulturelle Grenzen immer fließender werden und sich unterschiedliche Einflüsse gegenseitig durchdringen. Deshalb wollte ich mit diesem Konzert nicht nur koreanische Musik präsentieren, sondern auch zeigen, dass sich Musik aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten viel natürlicher miteinander verbinden lässt, als man vielleicht zuerst denkt.

Im Programm stehen koreanische und griechische zeitgenössische Werke neben Repertoire für Klavier zu vier Händen. Ich würde mich freuen, wenn das Publikum die Werke nicht nur als „Musik verschiedener Länder“ wahrnimmt, sondern eher die individuellen musikalischen Sprachen und Atmosphären der einzelnen Stücke erlebt.

3) Sie sind auch Teil der „Santorini-Seminare“, die jeden Sommer stattfinden. Welche Rolle spielen solche internationalen Bildungs- und Kulturprojekte für junge Musikerinnen und Musiker heute, und was macht die besondere Atmosphäre eines Ortes wie Santorini für die künstlerische Arbeit aus?

Ich denke, dass internationale Bildungs- und Kulturprojekte heute für junge Musikerinnen weit mehr bedeuten als reine Ausbildung. Besonders die Möglichkeit, Künstlerinnen aus unterschiedlichen Ländern und kulturellen Hintergründen zu begegnen und gemeinsam zu arbeiten, erweitert nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich den eigenen Horizont.

Projekte wie die Santorini-Seminare sind für mich deshalb mehr als nur Meisterkurse. Sie schaffen Räume, in denen langfristige Beziehungen und neue künstlerische Kooperationen entstehen können. Auch ich selbst habe durch solche Begegnungen viele neue Projekte und musikalische Austausche erlebt.

Außerdem empfinde ich die Atmosphäre von Santorini selbst als etwas sehr Besonderes. Das Licht, die Natur, der Raum und auch das spezielle Zeitgefühl einer Insel verändern die Art, wie man Musik wahrnimmt und mit ihr arbeitet. Ich glaube, dass das Arbeiten außerhalb des gewohnten Alltags für Künstler*innen ein sehr wichtiger kreativer Impuls sein kann.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Christos Marantos.