Die größte eigenständige Batteriespeicheranlage Griechenlands und eine der größten Europas wurde am Mittwoch, dem 14. Oktober, in Larisa eingeweiht. Das Projekt mit einer Leistung von 330 MW und einer Speicherkapazität von 790 MWh wurde im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen METLEN und der Unternehmensgruppe Karatzis über eine gemeinsame Investitionsstruktur realisiert.

Wie aus der entsprechenden Pressemitteilung hervorgeht, nahmen an der Einweihungsfeier Premierminister Kyriakos Mitsotakis, Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou sowie Vertreter des Parlaments, der Regulierungsbehörden, der Wirtschaftsverbände und der Kommunen teil.

Die neue BESS-Anlage in Thessalien stellt eine Energieinfrastruktur von strategischer Bedeutung dar. Denn Speicherlösungen, Netze und Verbindungsleitungen sind unverzichtbare Voraussetzungen, um Investitionen anzuziehen und die Produktionsbasis Griechenlands und Europas zu stärken. Das Projekt verdeutlicht, wie wichtig es ist, über weit fortgeschrittene Vorhaben, moderne Infrastrukturen und Unternehmen mit der erforderlichen Größe und Expertise zu verfügen – nicht nur, um Investitionen zu tätigen, sondern vor allem, um Projekte erfolgreich umzusetzen. Es gilt als wegweisendes Projekt für das neue Energiezeitalter und stellt einen wichtigen Meilenstein beim Aufbau der wirtschaftlichen Grundlage dar, auf der die nächste Entwicklungsphase der griechischen Wirtschaft aufbauen wird. METLEN hat den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Anlage übernommen und dabei seine internationale Erfahrung in der Umsetzung komplexer Energiespeicherprojekte eingebracht.

In seiner Rede anlässlich der Einweihung bezeichnete Premierminister Kyriakos Mitsotakis die Anlage als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Griechenlands Zukunft. Dabei hob er den Beitrag der Investition zur Energiesicherheit und zur Wettbewerbsfähigkeit des Landes hervor. Zudem gratulierte er METLEN und der Karatzis-Gruppe zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts.

Der Premierminister erklärte zudem, dass die kommenden Jahre für Griechenland zu einer Zeit eines großen Investitionsschubs werden müssten. Mit der Einweihung der größten eigenständigen Batteriespeicheranlage Griechenlands, die zugleich zu den größten Europas zählt, sei ein weiterer entscheidender Schritt in Richtung Zukunft getan worden.

Er erläuterte, dass diese Investition es ermögliche, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen – vor allem aus Solarenergie, aber auch aus Windenergie – zu speichern und bei Bedarf wieder in das Stromnetz einzuspeisen. Er fügte hinzu, dass dies nur ein Beispiel dafür sei, wie wichtig es ist, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen flexibel zu steuern. Zudem verwies er auf die entscheidende Rolle von Investitionen in Speicheranlagen, um dieses Ziel zu erreichen.

Anschließend wies er darauf hin, dass in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der Stromerzeugung in Griechenland erzielt worden seien: Inzwischen stamme mehr als die Hälfte des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Darüber hinaus seien umfangreiche Investitionen in die Netze getätigt worden, sowohl durch den unabhängigen Übertragungsnetzbetreiber (ADMIE) als auch durch den griechischen Verteilnetzbetreiber (DEDDIE). Griechenland habe inzwischen einen Stromerzeugungsüberschuss erreicht.

Der Premierminister hob hervor, dass das nun eingeweihte Projekt, das von METLEN und der Karatzis-Gruppe umgesetzt wurde, gerade aus diesem Grund von großer Bedeutung sei. Aus demselben Grund sei auch die Energiespeicherung umfassend gefördert worden, wobei Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität zum Einsatz gekommen seien. Weitere 200 Millionen Euro würden für ähnliche Maßnahmen bereitgestellt. Mit Blick auf die ökologische Transformation führte er aus, dass alle dieses Ziel anstrebten und daran glaubten. Zugleich müsse man sich jedoch bewusst sein, dass es sich dabei nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathon handle. Auf dem Weg zum angestrebten Ziel müsse berücksichtigt werden, dass fossile Brennstoffe während der Übergangsphase weiterhin eine wichtige Rolle spielen würden – nicht nur in Griechenland, sondern auch in ganz Europa.

Er mahnte an, dass die Energieplanung insgesamt ausgewogen und flexibel gestaltet werden müsse. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass Griechenland auch der ersten Erdgas-Explorationsbohrung seit mehreren Jahrzehnten näher komme. Diese ist für das zweite Quartal 2027 im Ionischen Meer geplant. Zudem erklärte er, dass Investitionen in die griechische Industrie und deren Förderung eine nationale Priorität darstellten. Abschließend erklärte er, dass all diese Faktoren das Bild des Griechenlands von morgen prägten – eines Griechenlands, das widerstandsfähig und anpassungsfähig sei. Diese Anpassungsfähigkeit werde es dem Land ermöglichen, Krisen und Erschütterungen besser zu bewältigen und seine Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten zu stärken.

Zum Abschluss sprach er METLEN und der Karatzis-Gruppe seine herzlichsten Glückwünsche aus. Er bezeichnete beide als griechische Unternehmen mit globaler Ausstrahlung, die eine Vorreiterrolle einnehmen und in vielfältigen Geschäftsfeldern tätig sind.

Quellen, Fotos: primeminister.gr, amna.gr